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HELLISH WAR
Heroes of Tomorrow |
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Brasilien hat nach wie vor eine lebendige Heavy Metal Szene und damit meine ich nicht das Melodikgeschwurbele mit bombastischen Keyboards und süßlichen Melodien, die mir die Karies in die Zähne treiben. Nein, ich spreche von schön schweren, behende sägenden Rhythmusgitarren mit feinen, einprägsamen Leitharmonien und wild blitzenden Soli, von stetig nach vorne treibendem Schlagzeug und von rauhem, unangepasstem Gesang, der zwar nicht ganz den technischen Standard vieler AOR Frontmänner oder Progmetalheuler erreicht, dafür umso mehr Charisma und Leidenschaft mit sich bringt Heavy fucking Metal halt. Understand? Und Hellish War sind solch eine Truppe. Ich würde sagen, daß die Musik eindeutig von europäischen Bands geprägt ist. Viele deutsche, englische und westeuropäische Bands haben hier ihre Spuren hinterlassen. Ich finde, diese Band hat viel von 1983 – 85 zu Unrecht in die B Liga gestuften Truppen wie Allied Forces (Holland), Nightmare aus Frankreich oder Crossfire aus Belgien, aber auch dezente Anleihen von Iron Maiden. Naja, sicherlich ist der Heavy Metal nicht neu zu erfinden, solange man ihn mit solch unwiderstehlicher Frische und furioser Lust darbietet, wird der geneigte Fan vor den Boxen auch nicht müde, eine Scheibe auf Dauerrotation zu packen. Hellish War sind ein solcher Kandidat. Und auch wenn es sich bei der vorliegenden Scheibe um eine Eigenpressung handelt, der Vertrieb geht erstens über Puresteel (www.puresteel-records.com) und Hellion, außerdem sind die Jungs einfach zu professionell für ein "Underground Review". Siehe FALCON oder das kommende COLOSSUS Review. Der Gesang ist solide, mittelhoch, angerauht, wie ich schon prognostiziert habe. In den Gitarren steckt enorm viel Melodie, trotz des wuchtigen, urtraditionellen Riffings. Hellish War verstehen die Melodien richtig. Das war schon bei ihrem ersten Album vor einigen Jahren so, nur noch nicht in dieser Reife. Durch die Hinzunahme von vielen britischen Elementen hat die Musik sehr reichhaltig an Wert gewonnen. Diese ursprüngliche, raue Herzlichkeit der Musik kann nicht an einem Metalhead vorbeiziehen, ohne ihn zutiefst anzurühren. Hier stimmt aber wirklich alles, selbst der Sound. Nicht zu übersatt, nicht zu dumpf und dreckig, eben roh und kraftvoll, aber transparent genug, um allen Instrumenten und dem Sänger den nötigen Freiraum zur Entfaltung zu geben. Diese Band klingt nicht aktuell, sie klingt archaisch und absolut orthodox, aber orthodox magisch. Wer auf alten 80er Eurometal abfährt sollte sich dieses Killeralbum definitiv sichern, denn wer es versteht neuneinhalb minütige Epen wie den Titelsong so spannend und stets leidenschaftlich zu zelebrieren, der verdient Eure volle Aufmerksamkeit. No Trends, no Poseurs, just METAL! Tracklist: 01. Straight From Hell 04:28 02. Die For Glory 05:58 03. Metal Forever 06:17 04. Son of the King 07:08 05. Reasons 06:19 06. My Freedom 08:50 07. Destroyer 04:10 08. Awaken 07:42 09. Beyond 03:51 10. Heroes of Tomorrow 09:35 ![]()
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